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Wer dieser Tage im Oktober mit offenen Augen durch die Insel wandert oder mit dem Rad fährt, sollte an einem Tarajal-Strauch Halt machen und sich an den zarten rosa-violetten Blüten erfreuen. Der robuste Baum hat sich die Barrancos als Lebenraum erobert, weil eben hier über Monate die Feuchtigkeit der letzten Regenfälle unterirdisch gespeichert ist.

Der Tarajal – ein Tamariskengewächs – ist ursprünglich beheimatet im westlichen Mittelmeerraum, dem Südwesten des spanischen und dem Nordwesten des afrikanischen Kontinents. Auf den Kanaren haben sich charakteristische Arten entwickelt (Tamarix caraniensis), die zunächst als Bepflanzung auf hiesigen Fincas gedacht, inzwischen die Barrancos der Insel begrünen. Nach stärkeren Regenfällen sammelt sich das Wasser in diesen „Ablaufkanälen“, die allesamt ins Meer abfließen. Die Feuchtigkeit versickert in den sandigen Böden und hält sich dort oft bis zum nächsten Regen, der manchmal auch 1 bis 2 Jahre auf sich warten lässt. Die Resistenz des Tarajal gegen längere Trockenperioden und die Akzeptanz salzhaltiger Böden erlaubte auch eine Verbreitung in Meeresnähe. Seine Rinde enthält Tannin, eine Gerbsäure, und Farbstoffe, weshalb diese Bäume in der Vergangenheit auch zu medizinischen Zwecken genutzt wurden. Er besitzt ganz zarte nadelförmige verzweigte Blätter, die an einen Wacholder erinnern. Im Herbst setzt der Strauch zarte violette Blüten an, aus denen dann die Samen wachsen.

In den Glanzzeiten der Kalkbrennöfen wurden leider auch diese Bäume im großen Stil abgeholzt. Deshalb ist heute der gesamte Bestand an Tarajales unter Naturschutz gestellt und darf nicht gefällt werden. Einige Orte wie Tarajalejo und Gran Tarajal zeugen von einer Bedeutsamkeit dieses Gewächses in der Vergangenheit.

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