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kristall mittagsblumeEin ganz besonders faszinierendes Gewächs gedeiht gut auf den kargen, trockenen Böden der Insel. Gerade jetzt zur Sommerzeit kommt sie überall so richtig in Fahrt. Es gibt sie auf allen Kanarischen Inseln, aber ursprünglich stammt sie aus Südafrika. Was wenig bekannt ist: genau wie der "Cosco" hatte die Kristall-Mittagsblume (hier Barilla genannt) eine interessante wirtschaftliche Bedeutung in vor-touristischer Zeit. In der Mitte des 18. Jh. wurde die Pflanze sogar industriell ausgebeutet., unter anderem, um aus ihnen das begehrte SODA für Seifen und Glas zu gewinnen. Dazu wurden die Plfanzen bis auf die Asche niedergebrannt, anschließend mit Wasser vermischt, getrocknet zu Blöcken geformt und exportiert. Die Asche enthielt 40% kohlensaures Natron.
Wie auch die Knotenblütige Mittagsblume (genannt Cosco), war aber die Barilla besonders in schlechten Zeiten eine wichtige Nahrungsquelle. Denn aus den gerösteten und gemahlenen Samenkapseln entstand ein dunkles , leicht salziges Mehl. Das war damals für die Menschen  von einem hohen Ernährungswert. Da war natürlich das plötzliche wirtschaftliche Interesse an der Soda-Gewinnung ein großes Problem. In alten Schriften aus dem Jahre 1770 beispielsweise ist zu lesen, dass die Herrschaft der Insel eine Verbrennung der barilla verboten hatten, da große Hungersnot in der Bevölkerung herrschte.
 
Heutzutage gewinnt die Kristall-Mittagsblume tatsächlich wieder an Bedeutung, und zwar in der Naturmedizin. Auch die Naturkosmetik macht sich ihre Feuchtigkeit spendende Eigenschaft zunutze. Vorsicht bei Selbstversuchen: der Saft ist reizend, eigenet sich in roher Form aber hervorragend zur Fett- und Fleckenentfernung an den Händen.
Quelle: "Auf den Spuren der Fischer" von Sabine Kiesewein  und weitere Infos zur Pflanze hier: https://el-foco.de/de/rubriken/oekosystem/flora-und-fauna/25-die-kristall-mittagsblume.html

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