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...Fuerteventura mit anderen Augen sehen

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Habt Ihr mal Lust mal auf einen etwas anderen Urlaub, einen informativen Kurztripp oder vielleicht den Einstieg in ein neues Leben? Eine spannende Sache! Hier habt Ihr dann mal den etwas anderen Blick auf die Insel. Außerdem wandern und biken wir für Euch durch eine aufregende Landschaft und machen Lust auf mehr als Strand und Pool. Mit der Suchfunktion oben rechts könnt Ihr ggf. Euer Wunschthema schneller finden.  Wer etwas vermisst oder selbst etwas beitragen möchte, gibt uns bitte per "Kontakt-Formular" eine Nachricht.

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sueltatortuga6webRegelmäßig nutzt die Inselregierung unter Mitwirkung der Beauftragten für Umwelterziehung die Freilassung der im Schutz der Guardería in Morro Jable aufgewachsenen kleinen Tortuga bobas für ein öffentliches Event an den südlichen Stränden Fuerteventuras. Bei dieser Gelegenheit erinnern Fachleute an die notwendigen Hilfemaßnahmen und die Notwendigkeit der Benachrichtigung der Behörde im Falle eines Auffindens einer anscheinend verletzten oder behinderten Schildkröte am Strand. In jedem Fall sollen zuerst die Mitarbeiter der Umweltbehörde angerufen werden unter 928 86 23 00/22 oder movil unter 626 98 23  71. Auch ist es möglich im Notfall die Guardia Civil unter 112 zu informieren. Zunächst sollte man sich vergewissern, ob eine Schildkröte sich lediglich ausruht oder tatsächlich Probleme hat. Das ist beispielsweise zu sehen an der Trockenheit ihres Panzers, Bewuchs durch Algen und sichtbaren Verletzungen.

Ist es einmal nötig, eine Schildkröte sofort zu behandeln, sind folgende Dinge zu beachten:

1. Von Schwer-Öl verschmutzte Exemplare säubert man die Augen, die Nase und den Schnabel mit einem feuchten in Olivenöl getränkten Tuch. Die Tiere durch die Verunreinigungen und Reste nicht verschlucken.

2. In Plastikabfall gefangene Exemplare können durch diese stranguliert werden oder ihre Extremitäten absterben. In jedem Fall sollen sie nicht befreit werden, um weitere Verletzungen oder Infektionen zu vermeiden. Man sollte unverzüglich fachmännische Hilfe anfordern (Tel. siehe weiter vorn)

3. Mit Angelhaken oder Nylon verletzte Tiere ebenfalls nicht befreien. Weder den Haken herausreißen, noch die Leinen kurz abschneiden. Wenn ein Abschneiden größerer Leinen erforderlich ist, immer eine Länge von 20 cm lassen, damit sie nicht verschluckt werden können.

4. Tiere mit defektem Panzer oder offenen Verletzungen, die durch Schiffe oder deren Schrauben entstanden sein können, kann man Betadine (Jodsalbe) aufgeben, die Tiere mit einem feuchten Tuch bedecken bis das Personal der Guarderia sie abholt.

5. Findet man ein totes Tier am Strand, ist sofort die Nummer 112 zu verständigen.

Auch bei nicht sichtbaren Verletzungen, aber in einem offensichtlich debilen Zustand, soll in keinem Fall eine Schildkröte angefasst oder befreit werden bis das Personal des Cabildo eingetroffen ist. Das Tier könnte auch von Parasiten befallen sein oder Plastiktüten verschluckt haben. In der Schutzstation für Schildkröten in Morro Jable gibt es Tierärzte, die sich mit den typischen Verletzungen der Meeresbewohner auskennen. Weitere präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Verletzungen und Erkrankungen dieser geschützten Tierart sind: Keine Abfälle irgendeiner Art ins Meer werfen oder am Strand zurücklassen! Besonders Angler und Fischer sind aufgefordert, ihre Reste an Leinen, Netzen und Haken restlos einzusammeln und im Abfallcontainer zu entsorgen.

Das Schicksal der Schildkröten des Meeres

Die Gewässern der Kanarischen Inseln werden regelmäßig von 5 Arten von Meeresschildkröten besucht: der Tortuga Boba/ Unechte Carrett Schildkröte (Caretta caretta), der  grünen  Meeresschildkröte (Chelonia mydas), der Tortuga Carey (Eretmochelys imbricata), der Tortuga golfita (Lepidochelys kempii) und der Tortuga laúd (Dermochelys coriacea). In und um Fuerteventura sind die Mitarbeiter der Umweltbehörde ständig im Einsatz zur Rettung dieser gefährdeten Meeresbewohner. Dabei werden Sie unterstützt vom Centro de Recuperación de Fauna Silvestre in Gran Canaria. Die Mehrzahl der verunglückten Schildkröten gehen auf das Fehlverhalten des Menschen zurück. Verletzungen durch Schiffsschrauben, Angelhaken, Netze, Schwerölverschmutzungen und Vergiftungen durch achtlos entsorgte Plastiktüten und andere Artikel, die mit Nahrung verwechselt werden, sind die Haupttodesursachen dieser wunderbaren Tiere.

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