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fussballWir bitten vielmals um Entschuldigung!!!! Fälschlicherweise haben wir Euch die Olympia-Nachlese als Steilpass im März angeboten. Und weil aber der richtige Steilpass März von Siegbert Heid wieder so herrlich glossig-scharf ist, holen wir den jetzt nach. Dafür fällt natürlich der April Steilpass nicht aus. Versprochen! Den gibts dann ein paar Tage später. Los gehts:

 

Der Steilpass im März 2014

Uli Höneß geht in den Strafraum. Das ist der Ort, in dem er sich während seiner Fußballzeit am liebsten aufhielt. Der neue Strafraum ist allerdings geringfügig anders gestaltet. Wem die Bundeskanzlerin für 3 ½ Jahre Knast öffentlich hohen Respekt zollt, der kann in den Knast gehen, ohne dass es seinem Ansehen dauerhaft schadet. Wer ihr das eingeflüstert hat, sollte allerdings unverzüglich einer anderen Arbeit zugeführt werden.

Man sollte den Uli nun nicht zu heftig kritisieren. Das kann schließlich jedem passieren, dass er vergisst, 28,5 Millionen Euro anzugeben. Es drängt sich der Vergleich zu Alice Schwarzer auf, wenn auch in viel kleinerer Dimension. Die hat ja auch ein Konto in der Schweiz vergessen. Etliche meiner männlichen Bekannten nehmen es aber der  Schwarzer ab, dass sie das Konto echt vergessen hat. Die sind absolut überzeugt, die ist wirklich so blöd.

Der ehemalige Bundeskanzler Konrad Adenauer hat immer wieder dazu aufgefordert, das Ganze auch einmal positiv zu sehen. Das soll jetzt geschehen. Einmal kann Höneß in der Justizvollzugsanstalt Landsberg ein Buch schreiben mit dem Thema: „Richtig zocken für Anfänger und Fortgeschrittene“. Dann kann er abspecken, keine Würstchen mehr verspeisen, sondern Kohlsuppe mit Brot ohne Butter zu sich nehmen. Es sei denn, Schuhbeck oder das Restaurant „Käfer“ liefern ihm die Menüs. Zum dritten kann er die Knastmannschaft neu ausstatten und mit ihr die deutsche Knastmeisterschaft gewinnen. Der Bayern-Brasilianer Breno, nach seiner Brandstiftung inzwischen Freigänger geworden, wäre ein wichtiger Spieler. Die Zeit drängt, sobald er die Anstalt betreten haben wird. Bei guter Führung bekommt er nämlich bald Freigang. Voraussetzung sei, meinte ein prominentes Mitglied der bayerischen Anwaltschaft, dass der FC Bayern einen Platzwart sucht. Falls er diesen Posten bekäme, müsste er dafür auch Freigang bekommen. Dortmunds Chef Watzke könnte vor seinem Haftantritt noch etwas tun. Er könnte dem Anstaltsleiter in Landsberg vorschlagen, Ulis Zelle auf BVB-Kosten neu zu streichen: Schwarz-Gelb gestreift. Das wäre doch was.

Es ist alles also halb so wild, kennt man sich beim FC Bayern doch gut aus im Umgang mit Finanzämtern. Höneß erzählte selbst, dass sein damaliger Präsident während seiner aktiven Zeit als Fußballer mit der Mannschaft bei Auswärtsspielen in Europa gerne in Zürich landete. Zu seinem nicht geringen Erstaunen sei sein Präsident mit einem silbernen Köfferchen raus aus der Maschine und ohne dasselbe wieder rein gekommen. Der heute in Österreich lebende und in Deutschland nicht steuerpflichtige Franz Beckenbauer hatte ebenfalls schon Probleme mit der Steuer. Und dann gibt es den „Champagner-Willi“ aus der obersten Bayernprominenz. Er verhedderte sich noch stärker in der Steuergesetzgebung und ging meiner Erinnerung nach in den Bau. War es nicht der Rolex-Rummenigge, der Uhren in betrügerischer Absicht am Zoll vorbei einschmuggeln wollte?

Denken wir einen Augenblick wie ein Rheinländer. Bis zu drei Veranstaltungen gehört dieselbe in den Bereich der Tradition. Ab dem vierten Mal – und das ist seit Hoeneß spätestens gegeben – gehört sie zum Brauchtum. Nehmen wir endlich dem FC Bayern und seinen Repräsentanten den Glorienschein ab.

Eines will mir nicht aus dem Kopf. Zu Beginn des Jahrhunderts – 2003 oder 2005 – schenkte der damalige Adidas-Präsident Dreyfus Uli Hoeneß fünf Millionen Euro. Mit hat das noch keiner geschenkt. Dazu leiht er ihm 15 Millionen Euro zum Zocken. Warum war der vermögende Wurstfabrikant auf fremdes Startkapital für seine Schweizer Spekulationsgeschäfte angewiesen? Ein Jahr später erwirbt Adidas rein zufällig einen Geschäftsanteil von 8,33 % der FC Bayern München AG zu einem Schnäppchenpreis. Später haben Audi oder Allianz für denselben Anteil ein Vielfaches davon bezahlt. Dazu wurde der Ausrüstervertrag mit  Adidas verlängert, obwohl Nike dem Vernehmen nach ein viel besseres Angebot machte. Man fragt sich ja auch, wie konnte er denn so schnell so reich werden? Die FAZ-net mutmaßt nach Angaben des „Stern“, dass auf dem Konto sogar bis zu 400 Millionen gelegen haben.

Es stellt sich weit über den Fußball hinaus die Frage, ob Deutschlands Eliten -  Deutschlands Halunken sind ? In der Politik: Edathy, verlorene Doktortitel wegen Abschreibens, Pofallas Pöstchenmanöver, Bundestagsabgeordnete erhöhen sich selbst auf einen Schlag ihre Diäten um 10 % mit eingebauter Hebelwirkung für automatische weitere Erhöhungen, dafür aber keine sofortige Erhöhung des Kindergeldes. Bundestagsabgeordnete definieren sich wie Bundesrichter, die eine langjährige hervorragende juristische Laufbahn nachweisen müssen. Es gibt Bundestagsabgeordnete, die es während ihres Jurastudiums noch nicht einmal zum ersten juristischen Staatsexamen geschafft haben und die sich jetzt mit Bundesrichtern auf einer Ebene wähnen. Das ist absurd hoch drei. Das lässt die Öffentlichkeit sich widerspruchslos gefallen!!  

Es gibt Kartellstrafen ohne Ende in der Industrie, Banker, die sich als gierige Gangster im Bankengewerbe bereichern ( falsche Zinsabrechnungen, Beihilfe zur Steuerhinterziehung, Libor-Manipulationen, verkaufte Schrottpapiere, Bilanzbetrug, Korruption ), der Media-Markt-Chef im Gefängnis, Lebensmittelskandale vom Geflügel bis giftigen Nahrungsmitteln oder die Betrügereien des ADAC.  Was ist mit der sog. Elite los? Eine Diskussion darüber ist überfällig.

 Zurück zum Fußball:

Auffällig sind bei den Fußballprofis die zunehmenden Verletzungen. Wie sich beim Pokalviertelfinale in Frankfurt der Peruaner Zamprano (Eintracht F. ) und der Pole Robert Lewandowski ( Borussia Dortmund ) beim 0 : 1 für den BVB bekämpften, hätte noch im 19. Jahrhunderten zu Kriegserklärungen der betreffenden Länder geführt. Dabei ist die Verletztenliste der Borussen bereits unendlich lang. Deshalb sollte die Pflege der Spieler an erster Stelle stehen. Ärger stand unserem Robert noch an anderer Stelle ins Haus. Es waren sicher keine Borussenfans, die ihm die vier Räder unter seinem Porsche Carrera GTS klauten. Das war eine gute Gelegenheit für ihn, einmal den Dortmunder ÖPNV näher kennen zu lernen.

Einen bedeutenden Beitrag zur oben genannten Pflege entnehmen wir dem Gottesdienstplan im Gemeindebrief der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde:

„ Pflege deinen Schwanz – Männer und ihre Sexualität“ steht dort zu lesen. Das ist doch einmal eine Ansage. Vielleicht sollte der Gemeindepfarrer von den Bundesligatrainern zu Teamsitzungen eingeladen werden.

Dann habe ich noch eine Frage an die Ärzte unter meinen Lesern. Reporter Simon (WDR) berichtete über dieses Spiel und über Sebastian Kehl, „er habe sich im vergangenen Spiel am verlängerten Oberschenkel verletzt.“ Was meint er wohl – Arsch oder Knie?

Deutsche Stehgeiger wehrten sich nach Kräften gegen quirlige Chilenen beim 1 : 0 Sieg in Stuttgart. Ein 1 : 3 wäre sicherlich das Ergebnis gewesen, das dem Spielverlauf entsprochen hätte. Wie immer waren die Eckbälle von Toni Kroos furchtbar. Aber das wird ja nicht geübt im Kreis der Nationalmannschaft. Zuspiele über kurze Distanzen waren schlampig oder endeten im Aus. Die Chilenen haben die Deutschen körperlich über 90 Minuten richtig abgekocht. Vidal spielte den deutschen Verteidigern Knoten in die Beine. Sein Vereinstrainer bei Juventus Turin meinte: „ Wenn ich irgendwann in den Krieg ziehen muss, dann hätte ich Vidal gerne dabei.“ Was in der Hitze Brasiliens noch auf die Deutschen zukommen wird, wagt man sich nicht auszudenken.

Zum Vorschlag von Thomas Delling in der Nachbetrachtung des Spiels, das Mittelfeld mit langen Bällen zu überwinden, gab Mehmet Scholl den gescheiten Hinweis: „ Ja, aber das Mittelfeld muss Bescheid wissen.“ Da fragt man sich doch glatt, ob im deutschen Mittelfeld lauter Ignoranten herumlaufen. Beruhigend wirkte dann Jogi Löw mit seinem Hinweis: „ Das Spielfeld war aber riesengroß.“ Wir alle wissen, das ist auch nicht größer als andere Spielfelder. Noch ist es zu früh für eine Hochrechnung. Die erste Prognose sieht aber nicht gut aus. Jogi Löw gab uns noch einen wichtigen Fingerzeig auf den Weg: „ Bei der WM schlägt Realität die Theorie.“ Das erinnert sehr an Adi Preisslers „Die Wahrheit is auffem Platz.“ Das ist nicht gerade eine neue Erkenntnis. Neu ist allerdings Bierhoffs Meinung über die Mannschaft: „ Wir haben einen 12 – Zylinder.“  Da müssen m.E. noch etliche Zylinder eingebaut werden.

Ist der FC Bayern mit seinem Präsidenten Höneß in aller Munde, startete sein Paladin Matthias Sammer jüngst einen Entlastungsangriff. Frank und frei zweifelte er die Intensität des Trainings bei den anderen BL-Teams an. Dafür bedankte sich die Konkurrenz. BVB-Trainer Klopp spöttelte„ ab jetzt trainieren wir richtig“ Er glaubt nicht, dass die Bayern einen Punkt weniger hätten, wäre Sammer nicht bei ihnen. Manager Christian Heidel, Mainz 05 ätzte: „ Wenn wir die Möglichkeit hätten, in zwei Jahren für 130 Millionen Spieler zu kaufen, werden wir auch ohne die Ratschläge von M. Sammer Meister.“ Der Karlsruher Oliver Kreutzer in Hamburg stellte klar: „ Die Bayern haben so viele Punkte Vorsprung, weil sie die besten Spieler haben. Nicht, weil sie die beste Trainingslehre haben.“  Die Gegenbotschaft ist klar: Sammer zurück ins Glied.

Pfeift ein spanischer Schiedsrichter ein Spiel gegen eine deutsche Mannschaft, bekomme ich vorher immer einen Hautausschlag. Auch diesmal war es nicht zu verhindern. Der Pfeifenmann hatte eine einzige Grundregel: Foul eines Petersburger Spielers und war es auch noch so gemein: Einfacher Pfiff; Foul eines Dortmunder Spielers und war es auch noch so harmlos: Pfiff + gelbe Karte.

Wichtig war auch, dass über das Bilderbuch Fernsehen wichtige Begriffe erläutert wurden. So meinte Mitmoderator Kahn: „Hulk (Brasilianer im Dienste Petersburgs) hat ein Schuss wie ein Pferd“. Da ich noch nie ein Pferd habe schießen sehen, konnte ich damit nichts anfangen. Kurz danach schoss der Brasilianer das 1 : 0 für Petersburg aus ca. 20 Metern. Belá Rethy bezeichnete den Schuss als „gewaltigen Dampfhammer“. Ich kenne mich jetzt bei Pferden und Dampfhämmern aus. Belá führte dann noch den Begriff der Anamnese [ Bericht über die Leidensgeschichte eines Patienten] nach einer  Verletzung ein. Der behandelnde Arzt hatte aber kein Schreibzeug dabei, das habe ich genau gesehen. Deshalb dachte ich zuerst, mich an die K.u.K.-Familienvergangenheit Belás erinnernd, er meint vielleicht „ Powidlpofese“ (österr.-ungar. Nachspeise), die er ihm verabreicht. Da die mitgebrachte Serviette sich aber als veritabler Verband entpuppte, konnte es das auch nicht gewesen sein. 

Bayern München (zuerst bei Manchester United) und Borussia  Dortmund (zuerst bei Real Madrid) sind wieder unter den besten acht Clubs in Europa. Wünschen wir ihnen das Beste.

Siegbert Heid, im März 2014  

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